Girokonto wechseln leicht gemacht

Sie sollten Ihr Girokonto wechseln, denn „Kleingeld macht auch Mist“.  Viele unterschätzen die Gebühren, die Monat für Monat für den bargeldlosen Zahlungsverkehr anfallen. Dabei lässt sich bei einem Wechsel viel Geld sparen. Derzeit erhöhen zahlreiche Kreditinstitute ihre Entgelte rund ums Girokonto. Ein guter Anlass sich nach Alternativen umzuschauen. Was bisher mühsam und bürokratisch war, ist jetzt ganz einfach: Die Banken sind jetzt gesetzlich verpflichtet, ihren Kunden beim Wechseln zu helfen.

Die Argumente für den Umzug zu einer neuen Bank sind bestechend. Bei einer Stichprobe für Online-Normalkunden kostete das geprüfte Dienstleistungspaket (Girokarte / Kreditkarte / Überweisungen / Abhebungen am Fremdautomaten und in Nicht-Euro) beim Aktivkonto der Deutschen Bank 132 Euro, bei der DKB hingegen 5 Euro im Jahr.

Das müssen Sie sich als Kunde nicht bieten lassen! Wer Schritt für Schritt vorgeht, kann dbeim Girokonto wechseln von der alten zur neuen Hausbank ohne Pannen und mit überschaubarem Zeiteinsatz vollziehen.

girokonto wechseln

Folgende Kriterien sind dabei zu beachten:

Das Girokonto sollte kostenlos sein – und zwar unabhängig von der Höhe des Geldeingangs und dabei verschiedene Möglichkeiten der Kontoführung bieten (Online- und eventuell Telefonbanking).

Nicht nur das Girokonto sollte gebührenfrei sein, sondern im Idealfall auch die Giro- und Kreditkarte.

Zudem sollten Sie als Bankkunde an möglichst vielen Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben können.

Und wer gelegentlich oder häufig rote Zahlen auf seinem Girokonto schreibt, sollte auf möglichst günstige Dispozinsen achten.

 

Hier die Anleitung zum Wechseln:

Gehen Sie zu Ihrem Bankberater und verlangen Sie von ihm Auskunft, welches der aktuellen Kontomodelle Ihrer Bank bei Ihrer Nutzung im vergangenen Jahr am günstigsten gewesen wäre. Wechseln Sie zum günstigsten Modell. Das sollte schon eine Menge Geld sparen, bis zu 80 Euro im Jahr sind keine Seltenheit.

Sie wollen noch mehr? Dann suchen Sie sich eine neue Bank und beauftragen Sie die neue Bank für Sie den Kontowechsel zu erledigen. Sie müssen dafür nur ein Formular ausfüllen. Im vom 18. September 2016 an vorgeschriebenen Verfahren ist Ihre alte Bank verpflichtet, der neuen Bank alle Bankdaten der vergangenen 13 Monate zu übermitteln.  Bei regelmäßigen Zahlungen – selbst denen, die nur einmal im Jahr erfolgen – sollte demnach nichts mehr schiefgehen. Nur bei Zahlungen an Anbieter wie Amazon, PayPal oder iTunes, müssen Sie gegebenenfalls noch selbst Hand anlegen.

Wichtig: Girokonten in der Übergangszeit parallel laufen lassen
Besser das alte Girokonto nicht gleich kündigen, wenn Sie ein neues eröffnet haben. Lassen Sie beide Konten noch zwei bis drei Monate nach dem Girokonto-Wechsel parallel bestehen und halten Sie einen kleinen Betrag auf dem alten Konto bereit, falls es doch noch zu Fehlbuchungen kommen sollte.

Wichtig: Geldeingänge auf neues Girokonto umstellen
Benachrichtigen Sie alle Stellen, von denen Sie Geldeingänge erwarten, über Ihren Kontowechsel. Dazu gehört in erster Linie Ihr Arbeitgeber (Musterbrief), aber auch andere zahlungspflichtige Stellen wie die Arbeitsagentur oder die Kindergeldstelle brauchen Ihre neue Bankverbindung.

Wichtig: Änderung der Bankverbindung bei Onlinediensten
Falls Sie bei Onlinediensten wie Versandhäusern oder Auktionsplattformen Ihre Bankverbindung hinterlegt haben, müssen Sie diese vor Ihrem nächsten Einkauf im Netz ändern.

Wichtig: Bei Kontoeröffnung Freistellungsauftrag einrichten
Beachten Sie, dass Sie einen Freistellungsauftrag bei der neuen Bank einrichten, um so bei Ihren Kapitalerträgen die Abgeltungssteuer zu umgehen. Falls Sie bei Ihrer alten Bank auch einen Freistellungsauftrag geltend gemacht haben, müssen Sie diesen selbst kündigen, er läuft bei einem Kontowechsel nicht automatisch aus.

In diesem Jahr (2017) müssen die Banken nicht nur beim Wechseln helfen, sondern auch die Kosten ihrer Girokonten online zum Vergleichen zur Verfügung stellen. Und die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Kunden mit einer Datenbank diese Preise leicht gegenüberstellen können. Darauf haben sich Europaparlament und europäische Regierungen schon 2014 geeinigt. Vergleichen wird dann noch einmal leichter.

Von 116 oder 170 Euro Kontokosten im Jahr auf fast 0 Euro bei Direktbanken wie DKB, Consorsbank oder Comdirect? Ja,das ist möglich!



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